Bio erkennen - Das AMA-Biosiegel – Mehr Bio. Mehr Qualität.

Das AMA-Biosiegel garantiert zusätzlich zu den Anforderungen des EU-Bio-Logos 100% biologische Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs. Es erfüllt höhere Qualitätsanforderungen als nach den gesetzlichen Bio-Standards vorgesehen. Dem AMA-Biosiegel liegt ein stufenübergreifendes Qualitätssicherungs- und Kontrollsystem zugrunde. Es ist ein behördlich genehmigtes Gütesiegel und wird von der AMA-Marketing vergeben.
 

Landwirtschaftliche Produkte 100% Bio

Ziel beim AMA-Biosiegel ist, dass alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs ausschließlich aus biologischer Produktion stammen. Nur wenn Naturdärme, Gelatine, Pektin und Hefe nicht aus biologischer Produktion verfügbar sind, können diese entsprechend der EU-Bio-Verordnung bis maximal fünf Gewichtsprozent der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus nicht biologischer Produktion eingesetzt werden.

 

Nachvollziehbare Herkunft

Beim AMA-Biosiegel mit Herkunftsangabe gibt es strenge Anforderungen an die Herkunft der eingesetzten Zutaten.
 

Das rot-weiße AMA-Biosiegel

Beim rot-weißen AMA-Biosiegel mit der Herkunftsangabe „AUSTRIA“ stammen alle wertbestimmenden landwirtschaftlichen Bio-Rohstoffe aus Österreich. Das gilt auch für verarbeitete Lebensmittel, die aus mehr als einer Zutat bestehen. Nur ausnahmsweise dürfen Bio-Zutaten bei solchen biologischen Lebensmitteln aus einem anderen Land stammen – etwa, wenn eine Bio-Zutat in Österreich nicht oder nicht in marktrelevanten Mengen erzeugt wird. Und selbst dann dürfen diese Bio-Zutaten maximal ein Drittel des Produktes ausmachen. Klassische Beispiele sind Bio-Bananen oder Bio-Erdbeeren im Bio-Fruchtjoghurt, oder der Bio-Pfeffer in der Bio-Wurst. Eine Bestätigung der österreichischen Herkunft der Zutaten muss am Betrieb aufliegen.
 

Bei Fleisch bedeutet das geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt in Österreich. Betrachtet man es anhand Frischeier heißt es Küken erbrütet, Junghenne aufgezogen, Ei gelegt, sortiert und verpackt in Österreich. Bei dem Produkt Milch heißt es in Österreich wird die Kuh gemolken und die Milch verarbeitet.

 

Das schwarz-weiße AMA-Biosiegel

Das AMA-Biosiegel ohne Herkunftsangabe garantiert die kontrollierte Bio-Qualität der Lebensmittel gemäß der AMA-Biosiegel-Richtlinie. Für den Ort der Be- und Verarbeitung sowie die Herkunft der Bio-Rohstoffe gibt es keine Vorgaben.

 

Gute Herstellungspraxis

Neben der Guten Herstellungspraxis und den Maßnahmen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren für Konsumenten (z.B. HACCP) verlangt die AMA-Biosiegel-Richtlinie weitere Anforderungen. Es wird die Einhaltung von bestimmten mikrobiologischen, chemischen und physikalischen Kriterien gefordert. Speziell an Schlachtbetrieben werden noch zusätzliche Tierschutz- und Hygieneaudits verlangt.

 

Hohe Produkt-Qualität

Das AMA-Biosiegel-Programm enthält für jedes Produkt wesentliche Kriterien für die Produktqualität, um die hohen Erwartungen der Verbraucher an AMA-Biosiegel-Produkte zu erfüllen. Die Einhaltung des Österreichischen Lebensmittelbuchs ist verpflichtend. Weiteres dürfen kein Palmöl, Palmkernöl sowie daraus hergestellte Fette eingesetzt werden.

 

Info: Das Österreichische Lebensmittelbuch: Das Österreichische Lebensmittelbuch gibt Konsumentenerwartungen hinsichtlich der Herstellung von Produkten wieder. Es hat nur einen empfehlenden Charakter und ist nicht verpflichtend. Im AMA-Biosiegel-Programm ist es jedoch verpflichtend einzuhalten.

 

Naturbelassenheit

Ein Viertel der rechtlich erlaubten Zusatzstoffe, die gemäß EU-Bio-Verordnung erlaubt, aber nicht unbedingt notwendig sind, sind beim AMA-Biosiegel verboten. So wird für größtmögliche Naturbelassenheit gesorgt.

 

Keine chlorhaltige Verpackung

Beim AMA-Biosiegel darf kein Chlor in der Verpackung enthalten sein. Chlorhaltige Verpackungsmaterialien (z.B. PVC) zählen zu den schwer abbaubaren Kunststoffen. Es wird empfohlen bei Verpackungen eine umweltschonende Verpackungsart zu wählen.

 

Unabhängige Kontrolle

Das Kontrollsystem im AMA-Biosiegel-Programm ist dreistufig. Die erste Stufe ist die Eigenkontrolle, die zweite die externe Kontrolle durch eine anerkannte, unabhängige Kontrollstelle und die dritte Stufe stellt die Überkontrolle dar, die den Kontrollprozess selbst unter die Lupe nimmt. Eine Vor-Ort-Kontrolle erfolgt einmal jährlich am Betrieb. Zusätzlich werden noch Produktanalysen von einem unabhängigen, anerkannten Labor durchgeführt. Diese Labors überprüfen die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen des AMA-Biosiegels an die Produkte.

 

Die Entwicklung des AMA-Biosiegels

1995 entstand das Bio-Kontrollzeichen, welches im Aussehen bereits stark dem AMA-Biosiegel ähnelte. Aus diesem entwickelte sich dann 1998 das Bio-Erkennungszeichen. Diese Zeichen waren jedoch reine Erkennungszeichen ohne zusätzliche Qualitätskriterien. Seit 2014 gibt es das AMA-Biosiegel, so wie wir es heute kennen. Es ist ein Gütesiegel für Bio-Produkte mit zusätzlichen Qualitätskriterien. Mit diesem Siegel erkennt man auf einem Blick hohe Bio-Qualität aus Österreich.

 

Geltungsbereich des AMA-Biosiegels

Das AMA-Biosiegel wird ausschließlich für Bio-Lebensmittel vergeben. Der Schwerpunkt liegt auf Produkten wie Milch und Milchprodukten, Obst, Gemüse, Erdäpfeln und Eiern, Fleisch und Fleischwaren und Geflügel sowie Brot und Gebäck.

Rund 23.000 landwirtschaftliche Betriebe produzieren in Österreich Rohstoffe für Bio-Lebensmittel. In das AMA-Biosiegel-Programm sind rund 180 Be- und Verarbeitungsbetriebe mit zirka 250 Betriebsstätten eingebunden.

Haftungsausschluss

"Der Inhalt dieser Veröffentlichung gibt allein die Meinung des Autors wieder, der allein für den Inhalt verantwortlich ist. Die Europäische Kommission haftet nicht für die etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen."

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