Bio-Einkaufen

Heute ist Freitag, mein Bauernmarkt-Tag. Gleich nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg.

 

In Graz, wo ich studiere, gibt es einige Bauernmärkte und ich genieße es, direkt um die Ecke beim Bauern einkaufen zu können. Seit fast zwei Jahren gehe ich wöchentlich auf den Markt, um Gemüse, Obst, Fisch, Brot und Blumen zu kaufen. Am liebsten in Bio-Qualität. Und ja, auch auf Bauernmärkten gibt es viele Bio-Produkte. Man erkennt sie auf einen Blick am grünen EU-Bio-Logo bzw. bei österreichischer Herkunft zusätzlich am AMA-Biosiegel. Einige Marktstandler haben auch Schilder aufgestellt mit denen sie auf biologische Produkte hinweisen. Und manchmal muss man einfach nachfragen – und kommt so oft noch zu einem netten Plausch, bei dem man etwas über die Produkte erfährt.

 

Bio auf dem Bauernmarkt

Apropos netter Plausch, ich kaufe deshalb gerne am Bauernmarkt, weil man dort Kontakt zu den Herstellern der Produkte hat. Meistens stehen die Bäuerinnen oder Bauern selbst, oder zumindest deren Familienmitglieder am Stand. Wenn man also eine Frage zu Anbau oder Produktion hat, wird sie gleich beantwortet. So habe ich durch das Gespräch mit einem „Bio-Standler“, dass es in Graz sogar drei reine Bio-Bauernmärkte gibt.

 

Gerade ich als Studentin kaufe gerne am Markt ein, da ich so Lebensmittelverschwendung vermeiden kann. Ich kann mir für meinen Mini-Haushalt zum Kochen einfach nur fünf Kartoffeln und drei Karotten kaufen. Da bleibt dann nichts übrig. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass, wenn man regionale Produkte kauft, man damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Regionale und saisonale Produkte sind nicht nur frischer, man vermeidet auch lange Transportwege.

 

Falls ihr jetzt auch Lust auf einen Shopping-Trip zum Bauernmarkt bekommen habt – hier meine Top 5 Bauernmarkt-Tipps:

  • 1. Das Must-have am Bauernmarkt ist ein Korb oder eine Stofftasche. So bringt man die gekauften Produkte auch in einer nachhaltigen Verpackung nachhause. Im besten Fall fährt man außerdem mit dem Rad oder den Öffis hin.
  • 2. Immer genügend Bargeld und vor allem Kleingeld einpacken – viele Standler und Standlerinnen bieten keine Kartenzahlung an.
  • 3. Je früher man am Markt ist, desto vielfältiger ist die Auswahl. Die meisten Märkte und Standler öffnen ab 6 Uhr und schließen pünktlich zur Mittagszeit.
  • 4. Die größte Vielfalt am Bauernmarkt findet man zum Wochenende hin. Aber Achtung: Manche Standler sind nur an ausgewählten Tagen am Markt. Es kann sich also lohnen, mehrmals die Woche vorbeizuschauen.
  • 5. Zuerst einen Überblick über den Markt verschaffen und nicht gleich das kaufen, was einem ins Auge springt. Es lohnt sich, nicht nur den Preis zu vergleichen, sondern auch die Qualität.

 

Bio im Supermarkt

Auch wenn ich versuche, so viel wie möglich auf dem Bauernmarkt zu kaufen, alles gibt es dort natürlich nicht. Zum Glück haben sich aber auch in Supermärkten Bio-Produkte etabliert. Fast jede Handelskette führt sogar eine eigene Bio-Linie. Die Kunden und Kundinnen haben mittlerweile bei beinahe jedem Produkt die Auswahl zwischen der biologischen oder konventionellen Variante. Für Kunden ist Bio meist schnell erkennbar. Europaweit erfolgt die Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln mit dem EU-Bio-Logo. Zusätzlich können qualitativ hochwertige Bio-Lebensmittel mit dem AMA-Biosiegel ausgezeichnet sein. Manchmal befinden sich auch die Logos verschiedener Bio-Verbände wie z.B. Bio Austria, Demeter oder Arche Noah auf der Verpackung. Sogar die Bio-Kontrollstellen werden bislang aufgeführt.

 

Niemand muss sich durch die vielen verschiedenen Kennzeichnungen verwirren lassen. Dass es sich um Bio-Lebensmittel handelt, erkennt man daran:

  • Der Aufschrift: aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft
  • Die Bezeichnung Bio
  • Das EU-Bio-Logo muss auf der Verpackung angeführt sein Beim verpflichtend anzuführenden EU-Bio-Logo muss die Codenummer der Bio-Kontrollstelle angegeben sein
  • Das rot-weiß-rote AMA-Biosiegel zusätzlich weist auf hohe Produktqualität und österreichische Herkunft hin

AMA-Biosiegel"

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