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Bio-Aktionstage Tirol 2021 Hinterthiersee

Ein Laib voll Leidenschaft

Eine Stück Käse für die Jause zu kaufen, geht schnell und unkompliziert. Doch was steckt hinter dem Stückchen Käse? Welchen Weg hat es zurückgelegt? Wieviel Arbeit steckt drin?

 

Die Reise zur Beantwortung dieser Fragen startet um 05.00 früh und führt uns in die Tiroler Berge. Dort haben wir eine Verabredung mit Markus. Markus ist Bio-Landwirt aus Leidenschaft und verbringt den Sommer über mit seinen Kühen auf der Alm. Dort beginnt der Tag schon vor dem Sonnenaufgang, denn die Kühe wollen gemolken werden und stehen schon frühmorgens vor dem Eingang des Stalls.

 

 

Auch wenn Melkmaschinen inzwischen einiges an Arbeit abnehmen können, ist dennoch viel zu tun. Nicht nur Markus, sondern die ganze Familie kommt dazu frühmorgens auf die Alm, um mitzuhelfen. Kurz nach Sonnenaufgang sind dann alle Kühe gemolken und die Milch wird in die Käserei gebracht.

 

Viele Almen liefern per Milchwagen an größere Molkereien, Markus und fünf weitere Landwirte in der Umgebung beliefern jedoch eine kleine Molkerei direkt am Berg. Sie bringen die Milch in kleinen Anhängern mit dem Auto oder Traktor dorthin - Reisezeit etwa drei Minuten. Noch kuhwarm wird die frische Milch in der Molkerei sofort verarbeitet. Aber dazu später mehr.

 

Jetzt geht es erst wieder zurück zu den Kühen. Die möchten nach einer kurzen Ruhepause wieder raus auf die Almwiesen. Während sie saftige Almkräuter verspeisen, heißt es für Markus weiterarbeiten. Der Stall muss ausgemistet und danach frisch eingestreut werden. Und frisches Heu wird auch nachgelegt, für die nächste Runde Melken am Abend.

 

Markus verabschiedet sich von uns - er muss sich um das Heuen kümmern, denn das wundervolle Wetter ist geradezu ideal dafür. Für uns geht es nun weiter in die Käserei.

Die kleine Almkäserei verarbeitet nur die Milch der lokalen Almen - pro Tag sind das zwischen 1000 und 3000 Liter Milch. Also etwa sechs bis sieben Käselaibe. Und natürlich auch andere Produkte wie Butter, Buttermilch und Rahm. Da es in der Käserei recht eng ist, gibt es nur einen Käsemeister und seinen Gehilfen.  Auch wenn alles nur im kleinen Stil verarbeitet wird - moderne Technik findet auch hier ihren Einsatz. So wird der Käse automatisch mit dem Lab verrührt (natürlich in einem Kupferkessel) und mit Hilfe von Hydraulik gepresst.

 

Danach kommt der Käse in ein Salzwasserbad, das weiter Feuchtigkeit entzieht und schlussendlich wird er in den kühlen Lagerraum zu all den anderen Käsen gelegt. Dort wird er während der monate- und jahrelangen Reifezeit regelmäßig vom Käser gepflegt, bis er genug gereift ist.

 

Dann ist es so weit - der fertige Käse kann gekostet werden. Je älter der Käse, desto würziger schmeckt er. Aber egal ob man eher milde oder würzige Käse bevorzugt - wenn man weiß, wieviel Arbeit und Leidenschaft hinter einem kleinen Stück Käse steckt, weiß man ihn umso mehr zu schätzen.

 

Wenn ihr noch mehr von unserem Almbesuch erfahren wollt, hat Lisa von Koch mit Herz noch mehr Infos für euch. Sie hat uns auf diesem Besuch begleitet und ihre Eindrücke in einem Blog festgehalten.

 

Bio-Aktionstage Tirol 2021 Hinterthiersee
Bio-Aktionstage Tirol 2021 Hinterthiersee
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