Bio bei Nutztieren

Bio überzeugt mit einer besonders tierfreundlichen Haltung, hohen ethischen Standards und hochwertigem Bio-Futter für die Nutztiere. Festgehalten sind die Anforderungen an die Bio-Landwirte hinsichtlich der Tierhaltung in der EU-Bio-Verordnung.
Bio bei NutztierenBio-Eier

Bio-Legehennen leben ausschließlich in Freilandhaltung. Es werden weniger Tiere pro Quadratmeter gehalten und die Bio-Landwirtschaft setzt vermehrt auf robuste, widerstandsfähige Rassen.

Bio bei NutztierenBio-Schweine

Bio-Schweine haben eigene Bereiche zum Misten und Wühlen und einen Auslauf ins Freie. Schweine aus biologischer Landwirtschaft bekommen neben Getreidemischungen auch Silage oder Klee als Futter.

Bio bei NutztierenBio-Milchprodukte

Bei der Fütterung von Bio-Milchkühen wird auf einen möglichst hohen Raufutteranteil Wert gelegt.

Bio bei NutztierenBio-Rinder

Bei Bio-Rindern wird auf den Herdenverband Rücksicht genommen. Die Tiere haben genügend Platz im Stall und Auslauf ins Freie, vorzugsweise auf eine Weide. Wenn möglich, werden Kälber von ihrer Mutter aufgezogen, was zum einen bedeutet, dass die Tiere nicht voneinander getrennt werden. Zum anderen bekommen die Jungtiere so die für sie optimale Nahrung – Milch von der Mutterkuh.

Bio bei NutztierenBio-Geflügel

Artgemäße Haltung bei Geflügel bedeutet Integration in eine Herdenstruktur, in der auch ein Hahn vorhanden sein muss. Verpflichtender Auslauf in abwechslungsreiche Umgebung mit genügend Versteckmöglichkeiten ist ebenso vorgeschrieben. Biologische Masthühner leben ungefähr doppelt so lange wie Hühner in der konventionellen Landwirtschaft. Bei Wassergeflügel wie Enten oder Gänsen muss auch ein Zugang zu Wasser, also einem Bach oder einem Teich, ermöglicht werden.

Bio bei NutztierenBio-Schaf & Bio-Ziege

In der Schaf- und Ziegenhaltung gibt es in Österreich besonders hohe Bio-Anteile, da sich die biologische Haltung der Tiere aufgrund ihrer Bedürfnisse gut anbietet. Die Jungtiere von Schaf und Ziege werden mindestens 45 Tage mit Bio-Milch, im besten Fall Muttermilch, ernährt. Auch ihnen steht – je nach Witterung – verpflichtend Auslauf zur Verfügung.

Bio bei NutztierenRegeln und Kontrollen

Fleisch-Produkte dürfen nur dann als Bio gekennzeichnet werden, wenn die entsprechenden Bio-Verordnungen ordnungsgemäß eingehalten werden. Bio-Produkte dürfen beispielsweise nicht gleichzeitig mit konventionellen Produkten verarbeitet werden. Darüber hinaus müssen Bio-Produkte getrennt von konventionellen gelagert werden. Wird Bio-Fleisch mit dem AMA-Biosiegel ausgezeichnet, wird zusätzlich die nachvollziehbare Herkunft garantiert: Am Etikett finden Sie den Ort der Geburt, der Aufzucht, der Schlachtung und der Zerlegung.

Bio bei NutztierenArtgemäße Haltung

Bei der Haltung von Rindern, Schweinen, Geflügel, Schafen und Ziegen müssen Bio-Bauern strenge Richtlinien einhalten und sich jährlich kontrollieren lassen. So werden unter anderem die Haltungsbedingungen und der Futtermitteleinsatz überprüft.

Bio bei NutztierenBio-Genuss

Durch die langsamere Mast und die längere Lebensdauer der Bio-Tiere ist das Fleisch marmoriert, also von feinen Fettfasern durchzogen, was mit für den unvergleichlichen Geschmack verantwortlich ist. In Bio-Betrieben wird besonders darauf geachtet, dass die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben und dadurch genug gesundes Fettgewebe aufbauen können.

Bio bei NutztierenNaturheilverfahren

Falls es in der biologischen Landwirtschaft zu einem Krankheitsfall kommt, wird auf Naturheilverfahren und Homöopathie gesetzt. Nur wenn diese nicht zum Erfolg führen, darf ein Tierarzt herkömmliche Arzneimittel verschreiben, wobei die doppelte Wartefrist eingehalten werden muss. Der vorbeugende Einsatz von herkömmlichen Arzneimitteln ist grundsätzlich verboten.

Bio bei NutztierenBio in Verarbeitung

Auch die Weiterverarbeitung des Fleisches ist streng geregelt. Mindestens 95 Gewichtsprozent der in der Verarbeitung hinzugefügten Rohstoffe müssen nach EU-Bio-Verordnung aus biologischem Anbau sein. Beim AMA-Biosiegel müssen sogar 100 Gewichtsprozent der Rohstoffe biologischen Ursprungs sein. Nur wenn Naturdärme für die Wurst oder Gelatine nicht aus biologischer Produktion verfügbar sind, können diese eingesetzt werden. Der Einsatz von künstlichen Geschmacksverstärkern, Süßstoffen und Aromen ist in der Bio-Verarbeitung nicht erlaubt.

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