Bio-Kontrollen

Bio-Betriebe werden mindestens einmal jährlich durch unabhängige Bio-Kontrollstellen überprüft. Die Arbeit der Kontrollstellen wiederum unterliegt der Aufsicht der Akkreditierungsstelle des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Die Kontrolle für Bio-Lebensmittel erfolgt in 3 Stufen:

  1. Eigenkontrollen, die vom Betrieb selbst durchzuführen sind.
  2. Externe Bio-Kontrollen durch unabhängige Kontrollstellen.
  3. Über-Kontrollen der Kontrolle zur Systemevaluierung.

Acht akkreditierte Bio-Kontrollstellen führen im Auftrag der Lebensmittelbehörden mindestens einmal jährlich die Kontrollen bei allen Bio-Betrieben durch. Zusätzlich können diese neben der EU-Bio-Verordnung auch die Einhaltung der AMA-Biosiegel-Richtlinie bei den Lizenznehmern überprüfen. Die Frequenz zusätzlicher Kontrollen wird risikobasiert festgelegt.

Beispiel Bio-Gemüse

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Part 1

Auf dem Feld werden nach einem determinierten Schema Bio-Produkte oder Bodenproben entnommen und im Labor geprüft, ob alle gesetzlichen Vorgaben einer biologischen Landwirtschaft eingehalten wurden.

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Part 2

Hier prüft der Bio-Kontrolleur, ob der Warenfluss korrekt dokumentiert wird und die Lagerbedingungen stimmen. Das schließt die Herkunftskontrolle der Bio-Produkte ein. Bei Betrieben, die mit dem AMA-Biosiegel zertifiziert sind, werden auch die hygienischen Standards überprüft.

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Part 3

Der Bio-Kontrolleur nimmt hier Einsicht in die Zertifikate der zuliefernden Firmen. Auch die Buchhaltung und die Lieferscheine des Bio-Betriebs werden überprüft. Alle Unterlagen werden vom Kontrolleur mit einem Stempel gekennzeichnet.

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Part 4

Im Handel wird unter anderem die Kennzeichnung der Ware und die getrennte Lagerung und Verarbeitung von Bio- und konventionellen Lebensmitteln überprüft.

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Part 5

Eine Bio-Kontrolle kann – abhängig von der Betriebsgröße – bis zu zwei Tage dauern. Erfüllt der Betrieb alle Auflagen, erhält er das Bio-Zertifikat.

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